Wie jeder Hund braucht auch der Bernhardiner eine sinnvolle Beschäftigung, um geistig und körperlich gefordert und ausgelastet zu sein.  

 

Die Frage wie viel Beschäftigung ein Bernhardiner braucht, kann man nicht pauschal beantworten.

Selbst in der Rasse variieren die Bedürfnisse nach Alter und Bewegungsdrang. So ist der eine Bernhardiner zufrieden mit seinem täglichen Auslauf im Garten, einer kleinen Gassirunde und relaxen, andere Bernhardiner dagegen brauchen auf ihre Art viel Bewegung. So können bereits Bernhardiner-Welpen sowohl ruhig, als auch lebhaft sein. Ist erst ein Welpe eingezogen, lassen Sie es ruhig angehen. Er muss den Abschied von seinen Wurfgeschwistern und der Mutter verarbeiten und sich aus seiner Sicht in der neuen Umgebung zurechtfinden. Er ist ein Hunde-Baby, schläft noch viel und muß seine neue Umgebung erstmal erschnüffeln. Beschäftigungen wie kleine Spaziergänge, welche so gewählt werden sollten das sie in diesem Alter jeder Zeit abgebrochen werden können gehören von Anfang an zum Alltag. An der Leine soll maximal im Welpenalter 15 Minuten gegangen werden. Eine Faustregel besagt, dass pro Lebenswoche eine Minute oder pro Lebensmonat ca. fünf Minuten je Gassirunde ausreicht. Mehrmalige kurze Spaziergänge sind in den ersten Wochen und Monaten besser als lange und sollten in der Länge langsam gesteigert werden. Zudem sind sie gelenkschonender als Spielphasen mit Stoßbelastung. Das Springen vor allem Abwärts mit Belastung der Vorderhand sollte in den ersten Monaten vermieden werden.

 

Der Bernhardiner hat eine gutmütige, sensible und einfühlsame Ader und möchte seinem Besitzer gefallen, so kann man ihm viel beibringen mit Lob, Streicheleinheiten und Leckerli. Er liebt die Natur und sein Geruchsinn ist ausgeprägt. Bei einfachen Gassirunden können schon früh Grundkommandos eingebaut werden wie Sitz, Platz, Bleib, Ablegen und späteres Abrufen, Überqueren von kleineren Hindernissen. Die Kommandos können mit Worten, Mimik und Handzeichen geübt werden. Zwischen den Übungen sollten immer wieder Pausen gemacht werden um den Junghund nicht zu überfordern.

 

Gut sortierte Hundeschulen, in der alle Rassen gleichermaßen akzeptiert werden sind für Bernhardiner gut geeignet.

Dabei kommt es in der Beschäftigung nicht auf die Quantität, Schnelligkeit oder wie gut ein Bernhardiner dies alles macht an, sondern das es ihm und seinem Besitzer Spaß macht. Dabei fördert der Kontakt zu Artgenossen die Sozialisierung des Hundes im Alltag. 

 

Das ein Bernhardiner nicht apportiert kann man so nicht sagen. Viele lieben das Ballspiel und zurückbringen von Gegenständen zum Besitzer im Austausch der Beute mit einem Leckerli. Hat der Hund das Prinzip des Apportierens einmal verstanden, kann dem Bernhardiner ein artgerechter Gegenstand, sowohl drinnen als auch draußen vor ihm versteckt werden und ihn diesen suchen lassen. Insbesondere beim Einsatz von Bällen und auch anderen Gegenständen muss dringend auf die Oberflächenbeschaffenheit und Größe geachtet werden, um Verschlucken und Verletzungen zu vermeiden. Stöckchen sind nicht von Vorteil.

 

Um eine für den Bernhardiner passende Beschäftigungsform zu finden, sollte man zunächst einmal betrachten, für welche Zwecke diese Rasse gezüchtet wurde. Einsatz früher und heute 

Welche Beschäftigung Freude bereitet, ist die Beschäftigung, die gefällt, die beste. Auch, wenn es nur ein Spaziergang mit neuem Eindruck ist oder der Hund neben dem Fahrrad her läuft, an einem Wägelchen vorgespannt ist, auf dem Hundeplatz trainiert wird, ob mit dem Bernhardiner Pflegestellen besucht werden, er als Therapiehund einsetzt wird oder nur als ruhigen, sanften Familienhund gehalten, gibt es viele Möglichkeiten eine Bernhardiner zu beschäftigen.

Bei jeder Beschäftigungsform sollte auf das Alter und Wachstum des Hundes sowie auf die Rassespezifische Grundvoraussetzung geachtet werden.

 

Besonders im Sommer haben die Hunde mit dem dicken Fell meist keine große Lust auf körperliche Aktivität. Im Frühjahr, Herbst und Winter sind Bernhardiner in ihrem Element und so mancher Vertreter der Rasse blüht erst richtig auf, wenn es kühler wird.

 

Raya ,  11 Jahre alt

Das es aber noch mehr gibt wollen wir euch zeigen an Raya. Inzwischen ist sie 11 Jahre alt und immer noch sehr aktiv. Sie läuft noch 3mal wöchentlich 5km und will immer noch dabei sein.