Aufgabenbereich und Einsatz unserer Hunde 

 

Quelle:  Schweizer St. Bernhards-Club gegr. 1884, Jubiläumszeitschrift

 

DAMALS

 

Die ursprüngliche Arbeit der Bernhardiner

Die erste Aufgabe der Hunde auf dem Hospiz in der Schweiz war der Schutz des Hospizes vor Wegelagerern und Dieben. Ab 1750 begleiteten Hunde die Mönche auf ihren täglichen Rundgängen.

Dabei zeigte sich der sichere Ortssinn der Hunde, man nahm sie mit bei Nebel und Schneesturm und durch ihren feinen Spürsinn zum Finden von Hilfsbedürftigen. Für den Rettungsdienst gab es nie eine spezielle Ausbildung. Nur die Fähigkeiten dazu wurden durch Zuchtauswahl gesteigert. Der berühmteste und legendärste Rettungshund am Hospiz war Barry 1800-8014.

Dass heute keine Bernhardiner mehr als Lawinenhunde im Einsatz sind, liegt nicht daran, dass ihre Spürnase nicht mehr dafür geeignet ist, sondern dass die Hunde für den Transport der Verletzten im Helikopter einfach zu groß sind.

 

Der Bernhardiner als Zug- und Lasthund

Eine wichtige Aufgabe der großen Hunderassen, zu denen auch der Bernhardiner gehört, war früher das Ziehen und Tragen von Waren. Der Transport der Milch vom Bauernhof zur Käserei war Sache der Hunde, meist geführt von Kindern oder liefen die Hunde völlig selbstständig.

Auch im Militär kamen Bernhardiner als Zughunde zum Einsatz als Melde-, Vorposten-, Kabeltransport -und Sanitätshunde. Es gab auch Hunde mit Satteltaschen, Lasthunde welche bis zu einem Fünftel des Eigengewichts trugen.

Heute ist aus der ehemaligen Arbeit der Zughunde ein Hobby geworden.

 

 

 

HEUTE

 

Familienhund

Durch sein gutmütiges Wesen und seine positiven Charaktereigenschaften eignet sich der Bernhardiner  besonders gut als Familienhund. Vorausgesetzt einer konsequenten liebevollen Erziehung.

 

 Sporthund

Neben dem Zughundesport gab es auch immer wieder Bernhardinerhalter die mit ihren Hunden Sportprüfungen ablegten, so z. B. Schutzhundeprüfung, Begleithundeprüfung, .....

 

Therapiehund

An den Therapiehund werden große Anforderungen gestellt. Er benötigt eine hohe Reizschwelle und gute Stressfähigkeit um auf alle einströmenden Reize gelassen zu reagieren. Gefragt ist ein ruhiger, nicht hyperaktiver Hund, der nicht gerne bellt und friedlich gegenüber Tier und Menschen ist. Gerade Bernhardiner sind mit ihrer meist ruhigen und souveränen Art für diese Arbeit bestens geeignet.

 

Besuchshund

Der Besuchshund wird meist von Ehrenamtlichen geführt, um Kontakte zu pflegebedürftigen Menschen zu erhalten.

 

Es gibt auch heute noch unzählige Möglichkeiten unseren Bernhardiner ganz nach seinem Temperament und seinem guten Wesen, eine sinnvolle Beschäftigung zu geben.